Strange Attractors von Haegue Yang

Tate St Ives, November 2020

Strange Attractors von Haegue Yang ist die bisher größte britische Ausstellung der gefeierten südkoreanischen Künstlerin. 

Yang ist für ihre immersiven Umgebungen berühmt, die sie aus verschiedensten Materialien kreiert. Ihre Skulpturen und Installationen sind oft industriell gefertigte Objekte, bei deren Herstellung auch arbeitsintensive, handwerkliche Prozesse eine Rolle spielen. Diese Prozesse spiegeln heidnische Kulturen und deren tiefe Verbindung zu verschiedenen jahreszeitlichen Ritualen in Relation zu Naturphänomenen wider.

Der Ausstellungstitel „Strange Attractors“ bezieht sich auf ein mathematisches Konzept, das sich auf komplexe Verhaltensmuster in chaotischen natürlichen Systemen bezieht. Ausgehend von dieser Theorie lässt Yangs Ausstellung eine Umgebung entstehen, in der außergewöhnliche und scheinbar unvereinbare Ideen, Kulturen, Beziehungen und Zeiträume koexistieren.

Diese Ausstellung ist die erste, die in Tate St Ives sowohl in der preisgekrönten, von oben beleuchteten Galerie im neuen Gebäude als auch in der spektakulären, zum Meer hin gewandten Galerie im ursprünglichen Gebäude stattfindet. Yang verwandelte diese beiden Räumlichkeiten in eine ergebnisoffene Erkundung von Geometrie, Abstraktion und Postmoderne.

Zwei Schichten des Stoffs Zulu von Giulio Ridolfo bedecken die gesamte, zum Meer hin ausgerichtete gewölbte Glasfront der Galerie. Die schimmernden Farben des Stoffs, der von Ventilatoren leicht bewegt wird, bilden ein Zusammenspiel mit den Schattierungen des dahinterliegenden Ozeans, und der Moiré-Effekt wirft ein blaugrünes Licht auf eine Gruppe von filigranen Wäscheständer-Skulpturen mit dem Titel „Non-Indépliables, nues“.

Bildnachweise:
Haegue Yang Ausstellung, Tate St Ives, Foto © Tate Photography.

Geöffnet:
24. Oktober 2020 – 26. September 2021

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10:00 – 16:20 Uhr