Projektdetails
Architekten/Entwickler/Auftragnehmer
AART, Statsbygg, AF Gruppen
Standort
Oslo, Norwegen
Eröffnung
2027
Lösung
12.500 Soft Cells Broadline Paneele — 11.000 davon mit unterschiedlichen Formen — bedecken Wände und Decken. Alle Paneele sind mit einer maßgeschneiderten Version von Casa bezogen und werden mithilfe eines speziell entwickelten dreischichtigen Montagesystems installiert, das ihre unterschiedlichen Geometrien mit den verschiedenen Geometrien der Architektur ausrichtet.
Das erweiterte und umgebaute Museum der Wikingerzeit in Oslo, Norwegen, beherbergt die ältesten und am besten erhaltenen Wikingerschiffe der Welt. Es umschließt ein ursprüngliches Museumsgebäude, das 1926 von Arnstein Arneberg entworfen wurde, mit neuen Ausstellungsbereichen und integriert eine umfassende Lösung von Kvadrat Acoustics.
Die Lösung unterstützt die architektonische Vision, die räumlichen Qualitäten und die Geometrie des bestehenden Gebäudes in die neuen Ausstellungsräume zu übertragen. Sie umfasst Soft Cells Broadline Akustikpaneele, die mit Casa bezogen sind.
Gemeinsam sind die Paneele so umgesetzt, dass Besucher einem kontinuierlichen Raum begegnen, der sich innerhalb einer kreisförmigen Geometrie entfaltet und an den Rumpf eines Schiffes erinnert. Gleichzeitig verbessern sie die akustische Qualität und bieten eine Oberfläche für wirkungsvolle Medien.
Thomas Pedersen, Associate Partner und Architekt bei AART: „Ich glaube, dass die gesamte Akustiklösung und ihr Ausdruck, ihre Geometrie und Materialität unsere architektonische Vision erfüllen – sowohl in Bezug auf Materialität als auch auf das räumliche Erlebnis. Das Zusammenspiel von Textil, Ortbeton und warmgewalzten Stahloberflächen unterstützt und verstärkt das kreisförmige Design des Ausstellungsraums. Insgesamt vereint dies unsere architektonische Vision für ein erfolgreiches Museumsdesign, das auf der Bewahrung unseres Wikingererbes basiert.“
Während der Installation stellten komplexe Geometrien – von der Form jedes einzelnen Paneels bis hin zu ihrer Befestigung an den unregelmäßigen Gebäudestrukturen – eine grundlegende Herausforderung dar. Um diese zu bewältigen, entwickelte das Kvadrat Acoustics Team ein einzigartiges modulares Unterkonstruktionssystem – basierend auf dem Standard-Drehfedersystem – um nicht-planare und konkave facettierte Trapezpaneele aufzunehmen, die in Abmessungen und Winkeln variieren.
Die dreischichtige Unterkonstruktion besteht aus einem primären Unistrut-Raster, das an geneigten Trägern befestigt ist, einem sekundären System, das Zwischenbefestigungsflächen bereitstellt, sowie einer maßgefertigten tertiären Drei-Achsen-Halterung. Die Halterung ermöglicht die Einstellung von Pitch, Roll und Yaw zur präzisen Ausrichtung der Paneele. In der Praxis gewährleistet das System Präzision und ermöglicht zugleich einen Zugang für eine einfache, langfristige Wartung.
Erik Lima Müller, Architekt bei Kvadrat Acoustics: „Wir haben die Paneele in Kategorien gruppiert: Wandpaneele, geneigte Deckenpaneele, konkave Deckenpaneele und so weiter. Diese wurden nicht als isolierte Einheiten betrachtet, sondern als miteinander verbundene Teile eines größeren Puzzles. Jede Gruppe wurde als System entwickelt und getestet und anschließend nahtlos miteinander verbunden, um eine kohärente Unterkonstruktion zu bilden, die letztlich den Rumpf eines Schiffes evoziert.“
Darüber hinaus wurde ein digitales Montagesystem entwickelt, um sicherzustellen, dass die Montageteams eine Präzision von ±3 mm erreichen können. Es nutzte eine einzigartige Benennungsmethode, die mit der exakten Position jedes Paneels verknüpft war und auf extrahierten Koordinaten sowie einer Totalstation basierte.
Das Museum der Wikingerzeit gilt als eines der bedeutendsten Museen der Welt und spielt eine wichtige Rolle für das kulturelle Erbe Norwegens. Es wurde konzipiert und errichtet, da das ursprüngliche Museum seine wertvolle Fracht an Schiffen nicht mehr optimal schützen konnte.